
Was wollen Sie erreichen – Mobile Web gegen Mobile App – TEIL 2
In der letzten Woche haben wir die allgemeine Problemsituation erläutert. Heute wollen wir einen spezifischeren Part betrachten, die mobile Website…
Die mobile Website ist nichts anderes als eine für mobile Endgeräte optimierte Internetseite. Dabei spielen vor allem das kleine Display und die Bandbreite eine Rolle.
Sie eignet sich problemlos zum Abrufen aktueller Nachrichten oder Informationen.
Einige mobile Browser sind sogar schon in der Lage, auf Features wie das GPS oder die eingebaute Kamera zugreifen zu können. Dies wird in jedem Fall zum Standard werden.
Eine weitere positive Eigenschaft ist das Hosting im World Wide Web. So kann die Seite über jede beliebige Suchmaschine gefunden oder direkt von einer Anderen verlinkt werden. Mögliche Änderungen sind somit schnell und unkompliziert realisierbar – zum Beispiel bezüglich Inhalt oder Design. Dabei ist kein Update oder Zugriff auf das mobile Endgerät erforderlich.
Aber die Kommunikation mit dem Internet ist dabei unumgänglich und stellt so einen großen Nachteil für die Nutzer dar. Denn daraus folgt, dass der Zugriff auf den Inhalt auch nur bei bestehender Verbindung mit dem Netz möglich ist. Dieser Punkt der Betrachtung nimmt auch starken Einfluss auf die Performance der Anwendung – die Geschwindigkeit der Internetverbindung ist proportional zur Geschwindigkeit des Seitenaufbaus (beim ersten Aufruf).
An dieser Stelle gäbe es nun die Möglichkeit mit der in Deutschland sehr hohen Netzabdeckung für „mobiles Surfen“ zu argumentieren.
Jedoch dürfen wir den Bezug zur Zielgruppe und dem Ziel der Anwendung nicht verlieren.
Ein Beispiel: Ein Verkehrsbetrieb möchte eine Anwendung für Fahrpläne veröffentlichen. Wo wird diese genutzt? Wahrscheinlich wird sich ein Großteil der Nutzer auf dem Bahnhof oder in den Zügen befinden. Um sich zum Beispiel über Anschlussmöglichkeiten zu informieren. Jedoch ist die Internetverbindung in den oft älteren und dickwandigen Bauten eher schlecht. Die Vorstellung bei schleichendem Tempo im Netz mehrere Seiten zu öffnen um eine kleine Auskunft zu erhalten … würde zumindest mich ziemlich schnell in alte Gewohnheiten fallen lassen – den Zugbegleiter fragen.
Dieser kurze Ausblick zeigt deutlich, dass die Funktionalität mit der Nutzungssituation abgestimmt sein muss.
Eine der beiden Varianten - das mobile Web - haben wir mit diesem Artikel genauer betrachtet. Aber auch die mobile App will bei einer Entscheidung bedacht sein. Dieser widmen wir uns im nächsten Part „Was wollen Sie erreichen – Mobile Web gegen Mobile App - TEIL 3“ – zu lesen in der kommenden Woche.
Link zu: Teil 1 / Teil 3 / Fazit
Themenweiterführende Links im Fazit.
[...] auch unser Thema – mobile Web gegen mobile App – immer mehr an Bedeutung gewinnt. In Teil 2 & 3 dieses Themenkomplexes haben wir beide Ansätze genauer beleuchtet. Wer sich nun die Frage [...]