Kerstin Schulz

Wo der Weg hinführt – Trendradar Employer Branding

by Kerstin Schulz Donnerstag, 17.06.2010, 08:57  

Dass wirkliches Employer Branding auf Authenzität beruht, bestätigt auch die Deutsche Employer Branding Akademie in ihrer aktuellen Studie „Trendradar Employer Branding“ .

Die Macher der Studie unterstreichen, dass authentisches Employer Branding auf einer Ausgewogenheit zwischen Arbeitgeberimage und Arbeitgeberqualität beruht. Ob dieser Grundsatz auch in der Realität von Unternehmen gelebt wird, zeigen die Ergebnisse der Studie…

Druckfrisch und top aktuell liegt sie mir nun vor, die auf Google-Search basierte Kurzuntersuchung. Ein Blick hinein lohnt sich, die Ergebnisse der Studie spiegeln zwar nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Untersuchung (01.06.2010) wieder, verdeutlichen aber recht gut, wo wir stehen und wohin der Trend geht.

Grundsätzlich setzte sich ein Trend fort:  dem Employer Branding-Begriff wird im Web mehr Aufmerksamkeit gewidmet (24 %) als klassischem Produktmanagement (18 %).

In der Studie wurden zum einen Top-Themen und Bezugspunkte in der Employer Branding Fachdebatte untersucht.

Die Top 3 dieser Rubrik bilden die Begriffe Markenbotschafter –  Recruiting – Arbeitgeberimage.

Markenbotschafter führen das Ranking an, sie „funktionieren“ jedoch nur, sofern auch ein intern erfolgreiches Branding im Unternehmen vorhanden ist. Nur intrinsisch motivierte Mitarbeiter können auch als wirklich authentische Markenbotschafter agieren. Wenn diese dann auch noch im privaten Umfeld ihren Arbeitgeber z.B. in sozialen Netzen platzieren, dann kann man von echten wahren Arbeitgebermarken sprechen.

Die sehr gute Platzierung der Begriffe Recruiting und Arbeitgeberimage machen eines deutlich: Employer Branding wird v.a. in Zusammenhang mit dem externen Bild des Unternehmens gesehen. Dass aber Employer Branding sowohl auf dem Arbeitgeberimage als auch auf der Arbeitgeberqualität basiert, ist in der Realität noch nicht verankert. Mitarbeiterbindung und –Retention nehmen im Ranking die hinteren Plätze ein.

Meines Erachtens wird dies mit der bedeutende Punkt der nächsten Zeit sein. Die Unternehmen müssen sich bewusst werden, dass nur ein positives internes Employer Branding – also loyale Mitarbeiter mit einer hohen Zufriedenheit – zu einem authentischen, glaubwürdigen externen Employer Branding führen kann. Folgende Zahlen sprechen für sich bzw. für den Mitarbeiter (=Privatperson) als Sprachrohr für das Unternehmen:

Glaubwürdige Botschafter Wo der Weg hinführt   Trendradar Employer Branding
Quelle: Personalmagazin 11/08

Die Studie befasste sich zum anderen mit Kommunikationsmaßnahmen im Employer Branding-Kontext.

Hier sei auch die Top 3 genannt: Facebook – Twitter – Video.

Sicherlich nicht überraschend, aber dennoch bemerkenswert: die überwiegende Mehrheit nutzt für ihre Kommunikation Social Media-Plattformen. Hier wird einmal wieder deutlich, welche Bereicherung die Möglichkeiten des Social Media-Umfeldes bieten.

Fazit:

  1. Employer Branding ist ein wichtiges Thema für Unternehmen. Die Bedeutung wird in Zukunft sicherlich weiter steigen.
  2. Employer Branding = Arbeitgeberimage + Arbeitgeberqualität
  3. Social Media-Plattformen sind essentiell im Employer Branding.
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