Regine Erler

Teamklima 2010 – Best Practice aus dem Führungsalltag I

by Regine Erler Montag, 08.02.2010, 09:30  

Dezember 2009, kurz vor Weihnachten, die große Jahresabschlusshektik machte sich auf den Bürofluren breit. Jeder fragte sich: “Habe ich auch alles erledigt, was noch zu tun ist?” Und dennoch war es die Zeit der guten Wünsche und die Gelegenheit, das Vergangene Revue passieren zu lassen.

In dieser stressigen Phase, die mit einer frohen Spannung auf das Weihnachtsfest gekoppelt war, fand ich auf meinem Schreibtisch folgenden Spruch mit dem Hinweis, dass dies unser Erfolgsgeheimnis sei :

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer!“
Antoine de Saint-Exupery (Werk: Der kleine Prinz)

Dieses Feedback stimmte mich sehr froh und lässt mich als Teamverantwortliche gestärkt an die vielen Herausforderungen im neuen Jahr herangehen.

Natürlich stelle ich mir die Frage: Haben wir bereits ein gemeinsames Verständnis von unserer Zusammenarbeit? Und sind wir auf dem richtigen Weg?

Was sind Grundlagen für ein gemeinsames Verständnis? Jedes Unternehmen hat eine klare Zielrichtung und davon abgeleitet eine Strategie. Diese Strategie mag für den einzelnen Mitarbeiter oftmals abstrakt erscheinen. Nadine Bialke hat in Ihrem Artikel  schon darauf hingewiesen, dass es immer wieder eine Herausforderung ist, diese Unternehmensstrategie für jeden Mitarbeiter transparent und erlebbar zu machen.

Welchen Weg sind wir gegangen?

Die Diskussion über die unternehmenseigenen strategischen Leitlinien und was diese konkret für unser tägliches Arbeitsleben bedeuten, entstand aus dem Team heraus. Im Teammeeting entwarfen wir ein Vorgehen, wie wir uns gegenseitig die Leitlinien erläutern und dabei alle Teammitglieder einbeziehen können:

  • Gemeinsame Erarbeitung einer der Leitlinien für das jeweils nächste Meeting durch Teammitglieder
  • Erläuterung und Darstellung der Leitlinien mit kreativen Methoden
  • Integration verschiedener Perspektiven in die Erörterung der Leitlinien
  • Was bedeutet diese Leitlinie konkret für mich? Für mein Team? Für die Firma?
  • Wo gibt es Verbesserungspotential in Bezug auf diese Aussagen?
  • Wo liegen wir bereits gut im Rennen?
  • Was lernen wir aus den Aussagen und was nehmen wir mit in den Arbeitsalltag?
  • Dokumentation der Ergebnisse – je nach Übung entstand ein Plakat zum Umgang mit Fehlern oder ein kurzes Video eines Teamspieles.

Die Ergebnisse waren überraschend. Abstraktes wird zum Persönlichen, ICH stehe selbst im Mittelpunkt und begreife, was ICH tun kann.

Zum Thema „Wir sind erfolgreich, weil wir uns vertrauen und uns gegenseitig unterstützen.“ entwickelten die Themenverantwortlichen ein Spiel, wo wir hautnah erleben konnten, was Vertrauen wirklich bedeutet. Mein Tipp: Lasst euch doch auch einmal die Augen verbinden und euch von euren Kollegen führen.

Employer Branding nach innen spielt aus meinem Blickwinkel heraus demnach eine ebenso große Rolle wie nach außen. Als Teamverantwortliche zu einem positiven Teamklima beizutragen und die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, sehe ich als wichtige Bestandteile des Employer Brandings.

Im nächsten Blogbeitrag werde ich über die Reaktionen im Unternehmen zu unseren Aktionen berichten.

Bookmark and Share

Kommentare

Einen Kommentar schreiben





Security Code: