Sophie Müller

Studie Onboarding – Zustimmung zu gegebenen Aussagen

by Sophie Müller Freitag, 27.11.2009, 13:48  

Im nächsten Fragenkomplex wurde die Zustimmung zu gegebenen Aussagen abgefragt. Die Antwortmöglichkeiten wurden mit Hilfe einer 5er-Skala vorgegeben, die Befragten konnten den Aussagen voll oder gar nicht zustimmen. Die genutzte Skala war demnach eindimensional. Der erste Aussagenkomplex bezog sich auf die Hilfe bei Fragen und Problemen.

Die erste Aussage „Bei Fragen und Problemen weiß ich genau, an wen ich mich wenden kann.“ thematisierte die angebotene Unterstützung, bei Fragen oder Problemen auf eine Bezugsperson zugehen zu können.

Ansprechpartner bei Fragen und Problemen
schnelle Hilfe

Dieser Aussage stimmte die Mehrheit der Teilnehmer (voll) zu. 80 Prozent der neuen Führungskräfte wissen demnach, an wen sie sich bei Fragen und Problemen wenden können. Nur einer der Befragten stimmte der Aussage überhaupt nicht zu und fünf stimmten lediglich leicht zu. Insgesamt stellen die Unternehmen den neuen Führungskräften einen Ansprechpartner an die Seite, der in der Anfangsphase für Fragen und Probleme zur Verfügung steht. Die zweite Aussage bezog sich auf die erste und lautete: „Bei Fragen und Problemen bekomme ich schnell Hilfe.“ Einen Ansprechpartner zu haben bedeutet noch nicht automatisch, auch tatsächlich schnell Hilfe zu bekommen, weshalb dieses extra abgefragt wurde. Hier stimmten mit nur 25 Prozent deutlich weniger Teilnehmer voll zu, jeweils 10 stimmten zu und leicht zu. Daraus lässt sich schließen, dass ein Ansprechpartner den meisten zur Seite steht, die Hilfeleistung bei Fragen oder Problemen jedoch nicht immer unverzüglich erfolgt.

Aus der darauf folgenden Bewertung der Aussage: „Meinen Vorgesetzten kann ich bei Fragen und Probleme jederzeit ansprechen.“ lässt sich schlussfolgern, dass der Vorgesetzte Hauptansprechpartner der neuen Führungskräfte ist. Die Mehrheit der Befragten, nämlich über 43 Prozent, stimmte dieser Aussage nämlich voll zu. Dies zeigt auch, dass der Vorgesetzte ein offenes Ohr für die Startschwierigkeiten der Führungskräfte hat und gut unterstützen kann.

Der vorgesetzte als Ansprechpartner

Im nächsten Aussagenkomplex wurden die neuen Führungskräfte zu ihren Erfahrungen bei der Umstellung und dem Wechsel in die neue Rolle befragt. Der Aussage: „Der Wechsel vom Kollegen zur Führungskraft ist mir schwer gefallen.“ stimmte die Mehrheit nicht zu.

Wechsel vom Kollegen zur Führungskraft

Doch etwa insgesamt 20 Prozent der Befragten konnten dieser Aussage, dass der Wechsel schwer fiel, zumindest leicht zustimmen. Der Umstellungsprozess läuft also nicht selbstverständlich reibungslos ab. Mit einer entsprechenden Unterstützung und Hilfestellung der Umstellungsprozess kann er dennoch nahezu problemlos ablaufen kann. Darunter fällt auch die klare Kommunikation der Erwartungen und Anforderungen an die neue Führungskraft. Die Anforderungen an die Person, die mit der neuen Rolle und mit der neuen Aufgabe verbunden sind, müssen der Führungskraft bekannt sein.

Dies ist bei etwa 80 Prozent der Führungskräfte auch tatsächlich der Fall. Lediglich 6 der Teilnehmer stimmten der Aussage „Die Anforderungen an mich als Führungsperson sind mir hundertprozentig klar.“ nur leicht zu.
Klarheit der AnforderungenErfüllung der Anforderungen

Doch nur vier der Führungskräfte gaben im Folgenden auch an, dass sie diese Anforderungen bereits voll und ganz erfüllen. Mit knapp 47 Prozent stimmte die Mehrheit der Aussage „Diese Anforderungen an meine Führungsrolle erfülle ich bereits jetzt voll und ganz.“ insgesamt zu und elf Teilnehmer stimmten lediglich leicht zu. Die Gründe dafür sind vermutlich vielfältig: Zum einen wurden auch Führungskräfte befragt, die erst seit kurzem in der Führungsrolle sind und es deshalb nicht verwunderlich ist, wenn alle Anforderungen noch nicht hundertprozentig erfüllt werden, zweitens sind die Erwartungen über die Anforderungen eher subjektiv und können sich nach Übernahme der Rolle noch ändern, denn nicht alle Anforderungen sind im Voraus hundertprozentig bekannt und klar abzuschätzen.

Der dritte Aussagenkomplex bezog sich auf das Team und die eigenen Erfahrungen im Kollegenkreis. Die erste Aussage thematisierte die Zugehörigkeit im neuen Team und lautete: „Ich fühle mich meinem neuen Team voll zugehörig.“

Zugehörigkeitsgefühl im Team Kollegen und Mitarbeiter sind freundlich

Diese Aussage wurde von der Mehrheit der Teilnehmer mit voller Zustimmung beantwortet. Auch das Auftreten der Kollegen und das Begrüßen der neuen Führungskraft ist den Befragten zufolge stets freundlich und respektvoll. Dass auch der Vorgesetzte der neuen Führungskraft Wertschätzung entgegenbringt, bejaht die Mehrheit der Teilnehmer, jedoch stimmten dieser Aussage nur 12 Befragte voll zu.

Wertschätzung durch den Vorgesetzten

Vollständig integriert und als vollwertiges Mitglied des Unternehmens fühlt sich mit über 87 Prozent die Mehrheit der Führungskräfte. Lediglich vier stimmten der Aussage nur leicht zu. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der Integrationsprozess der Unternehmen insgesamt gut funktioniert. Ein Teil der Befragten ist neu im Unternehmen beziehungsweise erst seit weniger als 3 Monaten in der Führungsposition, weshalb eine vollständige Integration noch nicht stattgefunden haben kann. Die Integrationsphase kann bis über ein Jahr andauern. Auch mit der Betriebskultur sind die Führungskräfte schon gut bis sehr gut vertraut.

Führungskräfte integriert

Vertrautheit mit Betriebskultur

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