
Nur gemeinsam sind wir ein starkes Team.
„Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen“ Sprichwort aus der Mongolei
„Ein Team ist bereit, so gut zu sein, wie jeder einzelne bereit ist, Teil des Teams zu sein.“ Diesen Satz möchte ich nehmen, um die Frage zu stellen: Was ist eigentlich ein gutes Team? In welchem Team macht es mir als Mensch Spaß zu arbeiten? Zu welchem Team möchte ich eigentlich dazugehören? Und was ist überhaupt ein Team?
Ich definiere den Begriff „Team“ offen und erstmal nur als eine Gedanken- und Erlebnisgemeinschaft, bei der mehrere Mitglieder gemeinsam und mit Freude daran arbeiten, ein konkretes Ziel zu erreichen.
Ich habe lange überlegt, was ich zu dem Thema „Teamarbeit“ in diesem Blogeintag schreiben und mitteilen möchte. Klar, habe ich gedacht. Als Coach auf jeden Fall etwas über die verschieden Rollen der einzelnen Teammitglieder z.B. nach Dr. Meredith Belbin, der schreibt, das Teams nur dann effektiv arbeiten, wenn sie aus einer Vielzahl heterogener Persönlichkeits- und Rollentypen bestehen. Und natürlich auch etwas zu effektivem Kommunikationsverhalten schreiben, wie zu den sogenannten Teufelskreisen, die bei der Zusammenarbeit dazu führen können, das keiner mehr dem anderen zuhört, die aber leicht zu durchbrechen sind, wenn effektiv kommuniziert wird. Und was zu den Klassikern bringen. Zu Wertschätzung und Anerkennung, ohne die Projektarbeit zur Strafarbeit mutiert. Oder zu den allgemeinen Kommunikations- und Teamregeln, die jedes Team für sich erarbeiten sollte, weil sie nur dann authentisch und von allen gelebt werden können, wenn jedes Teammitglied „JA“ sagt zu den Regeln der gemeinsamen Zusammenarbeit. Oder einfach was zu Konflikten erzählen, weil die doch so schwierig erscheinen, die aber einfach dazugehören, wie das Salz im Brot, und die kaum jemand gerne angehen will, obwohl Konflikte, die Chance auf Wachstum und Begegnung bieten. Und was zu den Organisationsstrukturen einer lernenden Organisation schreiben, in der Fehler als Chance begriffen werden und sich aus gemeinsam gelebten Werten eine Gemeinschaft bilden kann. Oder den Umgang mit Macht und Hierarchien thematisieren, der gelernt werden kann. Und ein paar Wörter verlieren zu all den anderen ganz wichtigen Themen, die es nicht zu vergessen gilt, wenn von starken Teams gesprochen werden soll.
Doch ich habe es mir anders überlegt.
So wie ein trotziges Teammitglied, das nicht mehr zugetextet werden will, mit all dem Wissen, der Theorie und dem es letztendlich nur um das eine geht: Um sich selbst. Um seine Hoffnungen, seine Wünsche und Erwartungen. Aber auch um die eigenen Ängste und Sorgen. Darum, ob die Arbeit, die gemacht wird, von den anderen geschätzt ist. Eine Arbeit, die nicht nur Spaß macht und einen neugierig bleiben lässt, sondern, die das eigene Leben finanziell absichert. Eine Arbeit, die verschiedenste Bedürfnisse berücksichtigt. Wie das nach dem eigenen Selbstwerterleben und nach Anerkennung, nach Freiheit und Selbstbestimmung oder nach Sicherheit, und dem Bedürfnis nach Erkundung, das uns erlaubt neugierig und wach zu bleiben, oder das nach körperlichem Wohlbefinden und Gesundheit, sowie das nach Beziehung und Verbundenheit.
Zufriedenheit erfahren, in dem Team, in dem wir arbeiten. Nicht mehr und nicht weniger!
Und deshalb schreibe ich hier nicht zum Thema „Teamarbeit“, sondern stelle nur ein paar kleine Fragen, die sich Teams und jedes Teammitglied selbst beantworten dürfen, wenn sie es möchten:
- Was ist für mich ganz persönlich wichtig, wenn ich in einem Team arbeite?
- Was macht uns als Team aus und was macht uns stark?
- Was läuft gut?
- Was könnte besser sein?
- Was können wir tun, um uns zu verbessern?
- Was ist unser gemeinsames Ziel und was ist mein ganz persönlicher Beitrag dazu?
Teile die Antwort deinem Team mit und höre zu, was die anderen zu sagen haben. Denn ein Team ist bereit, so gut zu sein, wie jeder einzelne bereit ist Teil des Teams zu sein.
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