
Mit 140 Zeichen zum Traumkandidaten – Wunsch und Wirklichkeit beim Jobtwittern
Der Online-Dienst Twitter lässt sich für viele Lebensbereiche nutzen. Angemeldete Benutzer können bei Twitter eigene Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen eingeben und anderen Benutzern senden. Schnell sind auch Unternehmen dazu übergegangen, Jobangebote über Twitter bekannt zu machen. Seit Mai 2009 besitzt die T-Systems Multimedia Solutions einen Twitter-Account – u.a. zur Veröffentlichung von Jobangeboten. Der RSS-Feed der Stellenangebote auf der Homepage wird durch twitterfeed ausgelesen und neue Einträge werden bei Twitter zeitnah automatisch veröffentlicht. Auch die Karrierehomepage verweist auf den Twitter-Account.
Eine spannende Sache, der ich nachgehen wollte und dazu habe ich mit Stefan Mendelsohn (Leiter Einkauf, vorher HR-Marketing bei T-Systems Multimedia Solutions) gesprochen:

Was genau “zwitschert” T-Systems MMS via Twitter an ihre “Follower”?
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat der HR-Twitteraccount der MMS über 600 sogenannte Follower – Interessenten, die die kurzen Nachrichten gespannt verfolgen und aktuell auf ihrem Mobiltelefon empfangen können. Wir stellen ihnen vor allem neue Jobangebote vor und geben kurze Infos zu aktuellen Arbeitgeber-Entwicklungen. Der Twitter Job-Account wird auch dazu genutzt, weiterführende Informationen im Sinne von Employer Branding zu verteilen (z.B. Arbeitgeberimage, Bewerbertag, etc.).
Was sollte man unbedingt beachten, wenn man als Unternehmen twittern möchte?
Twitter ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Kommunikations- und Nachrichtenmix vieler Unternehmen und Individuen der Online-Wirtschaft. Dies suggeriert auch die Nutzerstatistik der Jobsuchmaschine jobtweet. Als Unternehmen sollte man auf jeden Fall darauf achten, rechtliche Stolperfallen zu umgehen und inhaltlich darauf zu achten, dass Meinungsäußerungen nicht aus dem Ruder laufen. Eine Social Media Policy kann hier helfen, Ärger zu vermeiden. Nicht zu letzt kostet Twittern natürlich Arbeitszeit - die Nutzer müssen eingearbeitet, die Beiträge gepflegt werden.
Erhofft ihr euch tatsächlich, mit Hilfe des Job-Twitterns neue Mitarbeiter zu finden – wie sind die Erfolgschancen und Erfahrungen?
In der Tat erhalten wir Anfragen bzgl. der bei Twitter geposteten Stellen. Die Kommunikation hierbei läuft über die Twitter-Funktion Direct Message. Twitter erhöht die Reichweite unserer Jobangebote stark. Aktuell rangiert Twitter auf Platz 7 der Refererstatistik unserer Homepage und liegt damit direkt hinter den großen Suchmaschinen und Jobbörsen. Positiv ist hierbei natürlich, dass Twitter selbst kostenlos ist. Viele andere Marketingmaßnahmen kosten ordentlich Geld. Durch einen gekonnt zusammengestellten Marketingmix beschränkt sich unser Mitteleinsatz.
Vielen Dank an Stefan Mendelsohn für die Antworten auf meine Fragen!
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