
Kontinuität und die Schnelllebigkeit der Medien im Employer Branding
Bei HorizontJobs fand ich folgenden Satz:
Bertelsmann, Miele, Siemens – Früher hat es gereicht, wenn einer dieser ehrwürdigen und traditionsreichen Namen in Stellenanzeigen ebenso ehrwürdiger und traditionsreicher Zeitungen aufgetaucht ist. Die Bewerbungen von Top-Leuten kamen in Scharen.
Eine Reputation als Arbeitgeber aufbauen -geht das heute noch genauso wie vor 15 Jahren? Ich denke schon – genauso wie auch das Beschädigen einer Employer Brand. Die Basis ist dabei grundsätzlich die Gleiche geblieben, die Mechanismen auch. Wenn sich die Grundlagen des Aufbauens einer Arbeitgebermarke gleich geblieben sind, was hat sich in der Zwischenzeit verändert und wie begegnen wir den Veränderungen am Markt?
Der Unterschied liegt auf der zeitlichen Ebene. Meiner Meinung nach ist es die zeitliche Perspektive und Geschwindigkeit, mit der sich der Ruf eines Unternehmens als “guter” oder “schlechter” Arbeitgeber verbreitet.
Wieselflink verbreiten sich heutzutage Neuigkeiten – was man mühsam als Unternehmen an Reputation aufbaut, kann sehr schnell und in kurzer Zeit wieder zerstört werden. Noch vor ein paar Jahren dauerte es einige Zeit – Wochen oder Monate – bis sich Erfahrungen mit einem Produkt oder dem Arbeitgeber verbreiten konnten – über Medien wie das Fernsehen oder Zeitungen. Heutzutage verbreiten sich diese Nachrichten in Windeseile – sogar innerhalb von Stunden im Internet!
Alle möglichen Gruppen wie Bewerber, Arbeitnehmer, Kunden, Zulieferer etc. können ein Unternehmen oder dessen Produkte kommentieren, bewerten, darüber bloggen, neueste Nachrichten verteilen, bewerben und auf diese Weise ein Bild beim Leser vermitteln – schnell, aktuell, individuell gefärbt.
Positive Kommentare wechseln sich ab mit Feedback (z.B. www.kununu.de). , negativen Äußerungen, neutralen Hinweisen und Produktbewertungen. Selbstverständlich haben diese Kommunikationsmittel direkten Einfluss auf ein Unternehmen als Arbeitgeber. Je konkreter und aktueller ein Eintrag, umso authentischer wird er wahrgenommer – was jedoch nicht zwingend der Realität entsprechen muss.
Was also ist zu tun, um trotz Schnelllebigkeit der Medien präsent und aktuell sowie als Arbeitgeber im Gespräch zu bleiben ? Dazu möchte ich in diesem und meinen nächsten Artikeln Hinweise geben!
1 – Kontinuität
Die Abläufe und Prozesse im Employer Brand Management sollten stets am Leben erhalten werden und sich gleichmäßig in eine Richtung bewegen. Plötzliche und sprunghafte Veränderungen sollten wohlüberlegt sein, denn ein Arbeitgebermarkenbild prägt sich langsam und durch kontinuierliche Maßnahmen ein – frei nach dem Motto “steter Tropfen höhlt den Stein”. Dass ein Unternehmen dabei nicht stehenbleiben, sondern sich wie beschrieben weiter bewegen soll, ist selbstverständlich. Einzelne, kreative und dem Basisgedanken nicht entgegenstehende Aktionen für interne Mitarbeiter und zum Anwerben neuer Kandidaten können dem Employer Branding Prozess im Unternehmen dann nur dienlich sein. ”Negativwerbung” – entweder durch unternehmensbezogene Vorkommnisse oder in den Medien verbreitete Nachrichten – können dann nicht mit voller Wucht den Benühungen um ein positives Arbeitgeberimage schaden. Positivwerbung auf der anderen Seite unterstützt die unternehmenseigenen Maßnahmen.
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Wirkung von Berichten in neuen Medien wie Twitter, Blogs, Online-Nachrichten-Portalen und Co. gemacht?
Kommentare
Einen Kommentar schreiben